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Astrojunky
Beiträge: 46 | Punkte: 92 | Zuletzt Online: 29.07.2018
Name
Astrojunky
E-Mail:
bastian-astro@web.de
Geburtsdatum
9. Juli 1986
Registriert am:
04.05.2017
Geschlecht
männlich
    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Thema der nächsten Sendung" geschrieben. 29.07.2018

      DIE NÄCHSTE ASTRONOMISCH - MUSIKALISCHE SENDUNG FINDET AM 5. August 2018 zwischen 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Das Thema wird sein: Perseiden

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Live - Aktuell - Zeitnah" geschrieben. 19.07.2018

      Die diesjährige totale Mondfinsternis findet am Abend des 27. Juli 2018 statt. Günstig an einem Freitagabend gelegen. Allerdings ist die Verfinsterung schon im Gange, wenn sich der Vollmond in Deutschland über den Horizont erhebt. Gleichzeitig ist die Sonne gerade erst beim Untergehen, was dazu führt, dass der Himmel noch stark aufgehellt sein wird und den Eindruck der Verfinsterung schmälert.
      Bei einer Mondfinsternis spricht man von Kontakten, an denen der Mond die verschiedenen Zonen des Erdschattens (Halbschatten, Kernschatten) betritt oder verlässt. Hier die Zeiten für die Mitte Deutschlands (50 Grad Nord, 10 Grad Ost, Zeiten in Sommerzeit MESZ):

      Daten zur Beobachtung der Mondfinsternis
      Eintritt in den Halbschatten (1. Kontakt): 19.13 Uhr
      Eintritt in den Kernschatten (2. Kontakt): 20.24 Uhr
      Mondaufgang: 21.01 Uhr
      Sonnenuntergang: 21.09 Uhr
      Beginn der totalen Phase (3. Kontakt): 21.30 Uhr
      Maximale Verfinsterung: 22.22 Uhr
      Ende der totalen Phase (4. Kontakt): 23.13 Uhr
      Austritt aus dem Kernschatten (5. Kontakt): 00.19 Uhr
      Austritt aus dem Halbschatten (6. Kontakt): 01.30 Uhr

      Opposition des Planeten Mars

      Der Zufall will es, dass am gleichen Tag der Planet Mars in Opposition zur Sonne steht, d.h. auch er steht von der Sonne aus betrachtet „hinter“ der Erde. Da er sich dabei auf weniger als 60 Millionen Kilometer der Erde nähert, findet die Opposition in relativer Erdnähe statt, wodurch Mars heller als Jupiter am Abendhimmel erscheint. Selbstverständlich wird am 27. Juli im Rahmen der öffentlichen Beobachtung auf dem Peterberg auch die Mars-Opposition gebührend gewürdigt.

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Live - Aktuell - Zeitnah" geschrieben. 19.07.2018

      Zur Beobachtung der Mondfinsternnis müsst ihr nicht lange suchen. Online ist das Himmelsereignis auch zu sehen:

      Livestream

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Raumfahrt" geschrieben. 27.06.2018

      Oumuamua, das erste in unserem Sonnensystem entdeckte interstellare Objekt, entfernt sich schneller als erwartet von der Sonne. Eine internationale astronomische Kollaboration hat dieses anomale Verhalten mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile entdeckt. Die neuen Ergebnisse deuten darauf hin, dass `Oumuamua höchstwahrscheinlich ein interstellarer Komet und kein Asteroid ist. Die Entdeckung erscheint in der Zeitschrift Nature.

      *offizielle Pressemitteilung der ESA

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Raumfahrt" geschrieben. 07.06.2018

      Die Sojus MS-09 startete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan zur Internationalen Raumstation um 7:12 Uhr EDT Mittwoch, 6. Juni (17:12 Uhr in Baikonur). Zum Zeitpunkt des Starts flog die Station etwa 250 Meilen über Süd-Zentral-Ägypten und bewegte sich von Südwesten nach Nordosten. NASA-Astronautin Serena Auñón-Kanzlerin, Alexander Gerst von der ESA (Europäische Weltraumorganisation) und Sergey Prokopyev von Roskosmos sind jetzt sicher im Orbit.

      Die Besatzung wird die Erde 34 Mal umkreisen, bevor die Raumsonde um 9:07 Uhr am Freitag, dem 8. Juni, auf dem NASA-Fernsehen und auf der Website der Agentur auf dem Rasswet-Modul der Raumstation anlegt und um 10:30 Uhr durch die Berichterstattung über die Öffnung von Luken zwischen dem Raumfahrzeug und der Station.

      Die Andockzeitlinie Freitag, 8. Juni EDT ist:

      8:15 Uhr - Docking-Coverage beginnt (Docking ist für 9:07 Uhr geplant)
      10:30 Uhr - Öffnung der Luke und Begrüßung beginnt (Lukendeckel wird um 11:05 Uhr erwartet)

      Die Ankunft von Auñón-Kanzler, Gerst und Prokopyev wird die Station für sechs Besatzungsmitglieder wiederherstellen. Sie werden sich dem Kommandanten der Expedition 56, Drew Feustel, und den Flugingenieuren Ricky Arnold von der NASA und Oleg Artemyev von Roskosmos anschließen. Die Crew wird mehr als fünf Monate lang rund 250 wissenschaftliche Untersuchungen in Bereichen wie Biologie, Geowissenschaften, Humanforschung, Physik und Technologieentwicklung durchführen.

      Diese Crew setzt den langfristigen Anstieg der Besatzungsstärke im US-Segment von drei auf vier fort und ermöglicht der NASA, ihre Zeit für die Forschung auf der Raumstation zu maximieren. Zu den Höhepunkten der bevorstehenden Untersuchungen gehören eine neue Einrichtung zur Untersuchung ultrakalter Quantengase, die erste kommerzielle europäische Einrichtung zur Durchführung von Mikrogravitationsforschung und ein System, das Oberflächenkräfte nutzt, um eine Flüssig-Flüssig-Trennung zu erreichen.

      Feustel, Arnold und Artemjew sollen bis Oktober an Bord bleiben, während Auñón-Kanzler, Gerst und Prokopjew im Dezember auf die Erde zurückkehren werden.
      *offizielle Pressemitteilung der Nasa

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Raumfahrt" geschrieben. 04.06.2018

      Astronomen haben mit ALMA und dem VLT herausgefunden, dass sowohl Starburstgalaxien im frühen Universum als auch eine Sternentstehungsregion in einer nahen Galaxie einen viel höheren Anteil an massereichen Sternen enthalten als ruhigere Galaxien. Diese Erkenntnisse stellen aktuelle Vorstellungen über die Entwicklung von Galaxien in Frage und verändern unser Verständnis der kosmischen Sternentstehungsgeschichte und der Bildung der chemischen Elemente.

      *offizielle Pressemitteilung der ESA

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Raumfahrt" geschrieben. 31.05.2018

      Der etwa 160.000 Lichtjahre entfernte Tarantelnebel ist das eindrucksvollste Himmelsobjekt innerhalb der Großen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Das VLT Survey Telescope am Paranal-Observatorium der ESO in Chile hat diese Himmelsregion und ihre reichhaltige Umgebung in feinstem Detail aufgenommen. Das Bild zeigt eine kosmische Landschaft aus Sternhaufen, leuchtenden Gaswolken und den verstreuten Überresten von Supernovaexplosionen. Es ist das schärfste Bild, das je von diesem gesamten Feld gemacht wurde.

      *ESA - offizielle Pressemitteilung

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Informationen der ESA, DLR und MPI" geschrieben. 18.02.2018

      Die ESO-Astronomin Suzanna Randall ist ihrem Traum, als erste deutsche Frau ins All zu reisen, einen Schritt näher gekommen. Sie wurde als neue Kandidatin der Initiative "Die Astronautin" ausgewählt, die die erste deutsche Astronautin ausbilden und auf eine Forschungsmission zur Internationalen Raumstation schicken möchte. Dies wurde am Freitag, 16. Februar 2018 auf einer Pressekonferenz im ESO-Hauptsitz in Garching bei München bekanntgegeben.

      *offizielle Pressemittelung der Esa*

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Informationen der ESA, DLR und MPI" geschrieben. 26.01.2018

      Exoplanets in Transits and their Atmospheres (ExTrA), die jüngste Erweiterung des La-Silla-Observatoriums der ESO im Norden Chiles, hat erfolgreich seine ersten Beobachtungen durchgeführt. ExTrA wurde entwickelt, um nach Planeten um nahegelegene rote Zwergsterne zu suchen und deren Eigenschaften zu untersuchen. ExTrA ist ein französisches Projekt, das vom Europäischen Forschungsrat und der französischen Agence National de la Recherche finanziert wird. Die Teleskope werden von Grenoble in Frankreich aus ferngesteuert.

      Um Exoplaneten aufzuspüren und zu studieren, verwendet ExTrA drei 0,6-Meter-Teleskope [1]. Sie überwachen regelmäßig die Lichtmenge, die von vielen roten Zwergsternen empfangen wird, und suchen nach einem leichten Helligkeitsabfall, der dadurch verursacht werden könnte, dass ein Planet vor einem Stern vorbeizieht und dabei einen Teil seines Lichts abdeckt.

      "La Silla wurde aufgrund der hervorragenden atmosphärischen Bedingungen als Standort für die Teleskope ausgewählt", erklärt Xavier Bonfils, der leitende Wissenschaftler des Projekts. "Die Art von Licht, die wir beobachten – nahes Infrarot – wird sehr leicht von der Erdatmosphäre absorbiert, so dass wir möglichst trockene und dunkle Bedingungen benötigen. La Silla passt perfekt zu unseren Spezifikationen."

      Bei der Transitmethode wird die Helligkeit des untersuchten Sterns mit anderen Referenzsternen verglichen, um winzige Veränderungen zu erkennen. Vom Boden aus ist es jedoch schwierig, auf diese Weise ausreichend genaue Messungen durchzuführen, um kleine, erdgroße Planeten zu detektieren [2]. Durch die Verwendung eines neuartigen Ansatzes, der auch Informationen über die Helligkeit der Sterne in vielen verschiedenen Farben enthält, überwindet ExTrA jedoch einige dieser Einschränkungen.

      Die drei ExTra-Teleskope sammeln das Licht des Zielsterns und zusätzlich auch das von vier Vergleichssternen und leiten es durch Lichtwellenleiter in einen Multiobjekt-Spektrografen. Dieser innovative Ansatz, spektroskopische Informationen zur herkömmlichen Photometrie hinzuzufügen, trägt dazu bei, die störende Wirkung der Erdatmosphäre sowie die durch Instrumente und Detektoren hervorgerufenen Effekte abzuschwächen und die erreichbare Präzision zu erhöhen.

      Da ein vorgegebener Planet bei einem solchen Transit im Falle eines kleineren Sterns einen größeren Anteil des Lichts eines blockieren wird, konzentriert sich ExTrA auf nahegelegene Beispiele einer bestimmten Art von kleinen, hellen Sternen, die man als M-Zwerge bezeichnet und die in der Milchstraße relativ häufig vorkommen. Von solchen Sternen wird erwartet, dass sie viele erdgroße Planeten beherbergen, was sie zu den Hauptzielen von Astronomen macht, die ferne Welten entdecken und erforschen wollen, die für Leben zugänglich sein könnten. Der der Sonne am nächsten gelegene Stern, Proxima Centauri, ist ein solcher M-Zwerg und hat einen ihn umkreisenden Planeten im Bereich einer Erdmasse.

      Diese bisher nicht nachweisbaren erdähnlichen Welten zu finden, ist nur eines von zwei Hauptzielen von ExTrA. Das Teleskop wird die Planeten näher untersuchen. die es entdeckt, indem es ihre Eigenschaften bewertet und ihre chemische Zusammensetzung ermittelt, um festzustellen, wie ähnlich sie der Erde sein könnten.

      "Mit ExTrA können wir einige der grundlegenden Fragen über Planeten in unserer Galaxie beantworten. Wir hoffen, die Gemeinsamkeiten dieser Planeten, das Verhalten von Mehrfachplanetensystemen und die verschiedenen Umgebungen, die zu ihrer Entstehung führen, erforschen zu können", fügt Jose-Manuel Almenara hinzu.

      Bonfils blickt gespannt in die Zukunft: "Mit der nächsten Generation von Teleskopen, wie dem Extremely Large Telescope der ESO, können wir vielleicht die Atmosphären der Exoplaneten untersuchen, die ExTra gefunden hat, um die Lebensfähigkeit dieser Welten zu beurteilen, um das Leben, wie wir es kennen, zu unterstützen. Die Erforschung der Exoplaneten bringt das, was einst Science Fiction war, in die Welt der wissenschaftlichen Tatsachen."

      *offizielle Pressemitteilung der ESO*

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Informationen der ESA, DLR und MPI" geschrieben. 15.11.2017

      In nur 11 Lichtjahren Entfernung von unserem Sonnensystem hat ein Forscherteam mit dem einzigartigen Planetenjäger-Instrument HARPS einen gemäßigten, erdähnlichen Planeten entdeckt. Der neue Planet trägt den Namen Ross 128 b und ist nun, nach Proxima b, der zweitnächste Planet mit gemäßigtem Klima, der entdeckt wurde. Außerdem handelt es sich um den uns nächsten Planeten, der einen inaktiven Roten Zwergstern umkreist, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auf diesem Planeten Leben möglich ist. Ross 128 b wird ein erstklassiges Ziel für das Extremely Large Telescope der ESO sein, das in der Lage sein wird, nach Biomarkern in seiner Atmosphäre zu suchen.

      *Pressemitteilung der ESO vom 15. November 2017

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Informationen der ESA, DLR und MPI" geschrieben. 15.11.2017

      - Am frühen Abend des 14. November 2017 wurde über Südwestdeutschland eine Feuerkugel beobachtet
      - Die Planetenforscher des DLR gehen davon aus, dass es sich um einen Boliden aus dem Asteroidengürtel handelt und nicht um ein Stück Weltraumschrott Schwerpunkt(e): Feuerkugel

      Am frühen Abend des 14. November 2017 wurde über weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, dem Saarland und Bayern sowie der Schweiz ein Meteor, also eine Feuerkugel oder sogenannter Bolide, beobachtet. Weit über hundert Augenzeugen berichteten dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über die Kontaktadresse des Europäischen Feuerkugelnetzes von einer auffallenden atmosphärischen Leuchterscheinung um 17.45 Uhr. Auch in einschlägigen Internetforen, die sich mit Meteoroiden und anderen atmosphärischen Erscheinungen befassen, wurden weit über tausend Beobachtungen eingebracht. Mehrheitlich wurde das Phänomen von vielen Beobachtern als in intensivem Grün leuchtende Erscheinung geschildert, die mehrere Sekunden lang zu beobachten war und am Ende in zwei Teile zerfiel. Bei dem "Eindringling" dürfte es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen kosmischen Körper handeln, und eher nicht - wie in manchen Medien kommentiert - um Weltraumschrott.

      * Pressemitteilung der DLR am 15. November 2017

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      Im Saarland wurde diese Leuchterscheinung bei dem saarländischen Rundfunk kommentiert:


      http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/meteor_saarland_100.html

      http://www.sr.de/sr/sr1/programm/themen/meteor_saarland_hoechen100.html

      http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/regionalnachrichten/regionalnachrichten164960.html

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Informationen der ESA, DLR und MPI" geschrieben. 29.10.2017

      Nach mehr als 15 Jahren geht die deutsch-amerikanische Wissenschaftsmission "GRACE" (Gravity Recovery and Climate Experiment) zur genauen Vermessung des Erdschwerefelds zu Ende: Seit ihrem Start am 17. März 2002 an Bord einer Rockot-Rakete vom russischen Kosmodrom in Plesetsk waren die beiden Zwillingssatelliten "GRACE-1" und "GRACE-2" in engem "Verfolgungsflug" in der Erdumlaufbahn unterwegs, und haben genau dokumentiert, wie sich das Schwerefeld der Erde im Zeitverlauf verändert. GRACE war eine gemeinsame Mission des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien) und des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die wissenschaftliche Datenauswertung oblag dem Zentrum für Weltraumforschung der Universität Texas in Austin und dem Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum.

      "Die GRACE-Mission war für fünf Jahre geplant und hat für mehr als 15 Jahre sehr erfolgreich - und dreimal länger als ursprünglich vorgesehen - gearbeitet. Die beiden GRACE-Satelliten haben wissenschaftliche Daten geliefert, die unser Verständnis von den geophysikalischen Vorgängen der Erde neu geprägt haben. Sie hat auch verdeutlicht, was die satellitengestützte Erdbeobachtung für die Klimaforschung und die Beobachtung des Klimawandels leisten kann", betont Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR.

      "Die Messungen haben gezeigt, wie im Lauf der Zeit Wasser, Eis und festes Material auf der Erde bewegt werden. Diese Daten helfen uns, beispielsweise Veränderungen des Grundwassers oder den Gletscherschwund genau zu dokumentieren. Auch dessen Einfluss auf den Meeresspiegelanstieg lassen sich dank unserer GRACE-Messungen aufdecken", ergänzt Prof. Reinhard Hüttl, wissenschaftlicher Vorstand des GFZ.

      Das System Erde besser verstehen

      Denn GRACE basierte als eine der wenigen Erdbeobachtungsmissionen nicht auf von der Erde ausgesandter oder reflektierter elektromagnetischer Strahlung wie Licht oder Radiowellen, sondern auf der Messung von relativem Abstand und Geschwindigkeit der beiden Satelliten mithilfe von Mikrowellen; Werte, aus denen auf die lokale Gravitation und auch Veränderungen der Gravitation geschlossen werden kann. "Wir konnten sozusagen wiegen, wie die Kontinente von einem Monat zum anderen abnehmen oder zunehmen", veranschaulicht Dr. Achim Friker, GRACE-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement in Bonn. Das ermöglichte die quantitative Bestimmung zahlreicher Auswirkungen des Klimawandels, etwa der Gletscherschmelze in Grönland und der Antarktis, des Grundwasser-Rückgangs in Indien und Kalifornien und lieferte einen unverzichtbaren Beitrag zur Modellierung des Meeresspiegel-Anstieges.

      Verantwortlich für den Betrieb der beiden GRACE-Satelliten war das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen mit seinen Bodenstationen in Weilheim und Neustrelitz: "Der Ausfall der achten von insgesamt 20 Batteriezellen an Bord von GRACE-2 hat die Kapazität der Batterie so reduziert, dass eine wissenschaftliche Nutzung des Satelliten jetzt wirklich nicht mehr möglich ist", erklärt GRACE-Missionsmanager Sebastian Löw. Insbesondere in Flugphasen ohne direkte Sonneneinstrahlung reichten die Energiereserven jetzt nicht mehr aus, um Reboots des "On Board"-Computers und damit verbundene Kommunikationsausfälle zu vermeiden. Die Batterie ist eine entscheidende Ressource für die lange Missionsdauer. Sie zeigte 2013, nach mehr als zehn Jahren im Orbit, erste Alterserscheinungen.

      Nachdem im September 2017 bereits eine siebte Zelle ausgefallen war, wurde beschlossen, Anfang Oktober noch einmal zu versuchen, GRACE 2 für den wissenschaftlichen Betrieb zu präparieren. "Dann wären wir in einem sogenannten Full Sun Orbit gewesen, der einen Betrieb auch mit einer stark geschwächten Batterie möglich gemacht hätte", sagt Sebastian Löw. Einige Tage vor Erreichen dieser Phase fiel jedoch eine weitere Zelle aus. Daraufhin haben die Hauptwissenschaftler (PI's), Prof. Byron Tapley von der Universität Austin, und Prof. Frank Flechtner vom GFZ, die GRACE-Mission für beendet erklärt. GRACE-1 wird jetzt noch letzte Tests durchführen, bevor auch er in den kommenden Wochen kontrolliert außer Betrieb genommen werden wird.

      GRACE-2 fliegt derzeit (Stand: 25. Oktober 2017) in 302 Kilometern Höhe knapp 3800 Kilometer vor GRACE-1. Der Satellit wird durch den Widerstand der Restatmosphäre ohne Treibstoff schnell absinken. Ein Kollisionsrisiko mit GRACE-1 besteht jedoch nicht. Die Flugbahn von GRACE-2 stellt auch keine Gefahr für andere aktive Satelliten dar, betonen DLR und NASA. "Wir gehen davon aus, den Kontakt zum Satelliten bis kurz vor Wiedereintritt in die Atmosphäre zu halten. Allerdings wird es während dieser Zeit immer wieder Phasen geben, in denen wir aufgrund der niedrigen Batteriespannung nicht mit dem Satelliten kommunizieren können", so Sebastian Löw. NASA und DLR werden gemeinsam verfolgen, wie GRACE-2 in die Atmosphäre zurückkehrt und dort nahezu vollständig verglüht. Beide GRACE-Satelliten sind entsprechend der NASA-Bestimmungen so gebaut, dass sie beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinanderfallen und fast vollständig verglühen.

      Im Frühjahr 2018 soll die Nachfolgemission GRACE Follow-On mit einerFalcon 9-Rakete der US-Firma SpaceX vom kalifornischen Vandenberg starten. Diese führt die Messung von Abstand und relativer Geschwindigkeit zwischen den beiden Satelliten weiter. Dies geschieht wie schon bei GRACE mithilfe von Mikrowellen, wird aber durch eine zusätzliche Messung mit Lasern ergänzt, was die Genauigkeit weiter erhöhen soll.
      *offizielle Pressemitteilung des DLR

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Informationen der ESA, DLR und MPI" geschrieben. 28.10.2017

      Enthüllung galaktischer Geheimnisse

      Unzählige Galaxien buhlen in dieser riesigen Aufnahme des Fornax-Galaxienhaufens um die Aufmerksamkeit des Betrachters, einige erscheinen nur als winzige Lichtpunkte, andere hingegen dominieren den Vordergrund. Zu letzteren zählt auch die linsenförmige Galaxie NGC 1316. Die bewegte Vergangenheit der vielfach untersuchten Galaxie bescherte ihr eine filigrane Struktur aus Schleifen, Kreisbögen und Ringen, die Astronomen nun mit dem VLT Survey Telescope detailgetreuer als je zuvor abbilden konnten. Die erstaunlich tiefe Aufnahme enthüllt auch eine Vielzahl dunkler Objekte im Galaxienhaufen. An der Untersuchung beteiligt waren auch Forscher aus Heidelberg.

      Dank seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten zur Himmelsdurchmusterung gelang dem VLT Survey Telescope (VST) am Paranal-Observatorium der ESO in Chile eine tiefe Aufnahme, die die Geheimnisse der leuchtkräftigen Galaxien im Fornax-Haufen offenbart, dem reichhaltigsten und der Milchstraße nächstgelegenen Galaxienhaufen. Die 2,3-Gigapixel-Aufnahme stellt eines der größten Bilder dar, die je von der ESO veröffentlicht wurden.

      Die vielleicht faszinierendste Galaxie des Haufens ist NGC 1316, die eine bewegte Geschichte hat, da sie durch die Verschmelzung mehrerer kleinerer Galaxien entstanden ist. Die linsenförmige Struktur der Galaxie kam durch gravitative Verzerrungen im Laufe ihrer abenteuerlichen Vergangenheit zustande [1]. Ausgeprägte Wellenstrukturen, Ringe und Kreisbögen, die in die sternreiche äußere Hülle eingebettet sind, wurden erstmals 1970 beobachtet und sind auch noch für heutige Astronomen interessant, da sie mit den neuesten Teleskoptechnologien durch die Kombination von Abbildung und Modellierung noch feinere Details der ungewöhnlichen Struktur von NGC 1316 beobachten können.

      Die Verschmelzungen, durch die NGC 1316 entstanden ist, sorgten für einen Zustrom an Gas, der ein exotisches astrophysikalisches Objekt im Zentrum antreibt: ein supermassereiches Schwarzes Loch mit einer Masse von schätzungsweise 150 Millionen Sonnenmassen. Durch die Akkretion von Materie aus der Umgebung erzeugt das kosmische Monster gewaltige Jets hochenergetischer Partikel, die wiederum charakteristische Emissionsgebiete im Radiowellenlängenbereich zur Folge haben, so dass NGC 1316 die vierthellste Radioquelle am Himmel darstellt.

      In NGC 1316 wurden bereits vier Supernovae vom Typ Ia verzeichnet, und solche astrophysikalischen Ereignisse sind für Astronomen von großer Bedeutung. Da Supernovae eine sehr klar definierte Helligkeit besitzen [2], können sie für die Messung der Entfernung ihrer Heimatgalaxie benutzt werden; in diesem Fall 60 Millionen Lichtjahre. Solche „Standardkerzen“ sind bei Astronomen sehr begehrt, da sie ein hervorragendes Werkzeug darstellen, um die Distanz zu entfernten Objekte verlässlich messen zu können. Tatsächlich spielten sie eine entscheidende Rolle bei der bahnbrechenden Entdeckung, dass sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt.

      Das hier gezeigte Bild wurde vom VST am Paranal-Observatorium der ESO im Rahmen des Fornax Deep Survey aufgenommen, einem Projekt, das eine umfassende Multi-Imaging-Untersuchung des Fornax-Galaxienhaufens ermöglichen soll. Das Team unter der Leitung von Enrichetta Iodice vom italienischen INAF - Osservatorio di Capodimonte in Neapel hat dieses Gebiet zuvor mit dem VST beobachtet und eine schwache Lichtbrücke zwischen NGC 1399 und der kleineren Galaxie NGC 1387 (eso1612) entdeckt. Das VST wurde speziell für die Durchmusterung großer Himmelsregionen entwickelt. Mit seinem riesigen korrigierten Gesichtsfeld und der speziell entwickelten 256-Megapixel-Kamera OmegaCAM kann das VST in schneller Abfolge tiefe Bilder großer Himmelsflächen erzeugen, um danach den viel größeren Teleskopen – wie dem Very Large Telescope (VLT) der ESO – die Untersuchung der Details einzelner Objekte zu überlassen.

    • Astrojunky hat das Thema "Informationen der ESA, DLR und MPI" erstellt. 28.10.2017

    • Astrojunky hat das Event "Sendeplan" kommentiert. 24.09.2017

      Eine Aktualisierung haben wir für euch im Sendeplan:

      10:00 Uhr bis 14:00 Uhr sendet Pumukel mit Querbeet in the Mix
      14:00 Uhr bis 16:00 Uhr sendet Paulamaus & Zuckerpuppe
      16:00 Uhr bis 18:00 Uhr sendet Astrojunky mit Kaffeeklatsch
      18:00 Uhr bis 21:00 Uhr sendet Blueboy1980 mit In the Mix
      21:00 Uhr bis 24:00 Uhr sendet Brooklyn mit Querbeet

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Raumfahrt" geschrieben. 15.09.2017

      Am 15. Oktober 1997 begann eine der aufregendsten Missionen zur Erforschung des Sonnensystems: Am Cape Canaveral hob eine Titan 4B-Trägerrakete mit einer fast sieben Meter hohen und über fünfeinhalb Tonnen schweren Fracht ab und entschwand in den Nachthimmel über Florida. Wenig später beschleunigte eine Centaur-Oberstufe die Raumsonde aus der Erdumlaufbahn und brachte sie auf ihren Weg zum Saturn, dem zweitgrößten Planeten des Sonnensystems: mit seinen markanten Ringen und zahlreichen Eismonden gewissermaßen ein Sonnensystem in Miniatur.

      Nach 20 Jahren wird die erfolgreiche NASA/ESA-Mission nun am 15. September 2017 ihr Ende finden. Einer der zentralen Bestandteile der Mission war die Landesonde Huygens der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die bis zur Ankunft am Saturn "huckepack" mit an Bord von Cassini war, dann abgetrennt wurde und im Januar 2005 auf Titan, dem größten Saturnmond, landete.

      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) war und ist an der Mission Cassini-Huygens von Anfang an technisch, wissenschaftlich und als im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) projektförderndes Raumfahrtmanagement beteiligt.

      In einer kleinen Serie von Beiträgen stellen wir noch einmal die Mission, ihre Experimente, den wissenschaftlichen Kontext, ihre wichtigsten Ergebnisse und die dabei geleisteten Beiträge des DLR und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland vor.

      *ESA - offizielle Pressemitteilung

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Raumfahrt" geschrieben. 05.09.2017

      5. September 2017 um 23:51 Uhr
      Ariane 5 - Intelsat 37E / BSAT 4a

      7. September 2017
      Falcon 9 - OTV 5 im KeddedySpaceCenter

      11. September 2017 um 21:23 Uhr
      Proton - Amazonas 5

    • Astrojunky hat einen neuen Beitrag "Live - Aktuell - Zeitnah" geschrieben. 20.08.2017

      Diese Sonnenfinsternis ist in den USA als totale Sonnenfinsternis zu sehen.

      Wer nicht in den USA zum fotografieren und Beobachten ist kann die Sonnenfinsternis jedoch im Livestream verfolgen:


      Live Beobachtung der Nasa - Seite 1
      Live Beobachtung der Nasa - Seite 2

      * Diese Links enthalten Inhalte von anderen Webseiten; für diese Inhalte wird keine Gewähr gegeben

      Ich selbst werde auch nicht in den USA sein, sondern werde das Himmelsereignis per Internet schauen.

      Clear Sky

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